•26. April 2010 •
Singapur. Mein erster Stop in Asien. Einen Tag ging es durch die Stadt, die tropische Hitze war neu und ungewohnt. Ich dachte mir, naja, wie schlimm kann das denn sein? Nach 4 Stunden Fußmarsch habe ich aufgegeben, auch der Nässe meiner Kleidung wegen. Das Abendessen musste ich nach Bildern auswählen, weil in der Gegend meines Hostels kein Englisch gesprochen wurde (und ich weiß bis heute nicht genau, was ich da gegessen habe, lecker wars trotzdem).
Am nächsten Tag ging es direkt weiter nach Bangkok. Geplant war ein Treffen mit Max und seiner Freundin Ohh auf den Inseln im Südenosten von Thailand. Kurzfristig erfuhr ich, dass Igor auch dabei sein wird – ewig nicht gesehen und am Arch der Welt wiedergetroffen, ein herrlicher Zufall!
In Bangkok angekommen wusste ich lediglich, dass ich mich auf den Weg zur Insel Koh Samui machen möchte, aber weder wie genau ich dahin komme noch was das kostet (ich bin stets typisch deutsch auf alles vorbereitet gewesen). Eine nette Dame sagte mir dann, mit dem Zug ginge das, also ab zum Hauptbahnhof. Die Luft erschlug mich, als ich aus dem Bus am Bahnhof ausstieg – es war nicht neblig, man konnte aber den Himmel nicht sehen (schien so), und es war heiß, aber eher schwül als brütend heiß. Man wollte einfach nur irgendwo rein und die Klimaanlage genießen. Kaum aus dem Bus ausgestiegen, fragt mich eine Frau, wo ich denn hinwill. Ich meinte:”Koh Samui”. Sie zeigte dann auf eine Reiseagentur und meinte, da könne ich alles buchen (Zugticket etc.). Gut, rein, Zug gibts nicht mehr am selben Tag, aber Bus geht. 5 Stunden warten und 10 Stunden Busfahrt später war ich dann irgendwo. Man wurde rausgelassen und sollte warten.
Erstes Problem: Toiletten. Tür auf, man sieht ein Loch im Boden, eine Art Gartenschlauch an der Wand und… ja das wars! Für die zwei Pakistanis die ich auf der Fahrt kennenlernte war das völlig normal, wie man denn Klopapier benutzen könne? Ich hab dann einfach gehalten und gehofft, bald auf eine normale Toilette zu können – Pokern mit hohem Einsatz, wie sich später rausstellte. Plötzlich wurde man aufgepickt, wieder irgendwo rausgelassen, nochmal aufgepickt und war plötzlich am Hafen. 2 Stunden Schifffahrt später war man dann auf der Insel. Gut vorbereitet machte ich mich richtung Ostksüte, weil ich wusste, dass da ein schöner Strand ist. Alle günstigen Unterkünfte waren ausgebucht, später erfhur ich auch warum: die berühmt berüchtigte Full Moon Party auf Koh Phangan (Nachbarinsel) war am gleichen Abend, und da ist immer halli galli. Hätte man durch vorherige Information auch rausfinden können, aber ich nehms immer wies kommt.
Die Full Moon Party wurde selbstverständlich besucht, am nächsten Tag ein Roller gemietet und um die Insel gedüst und 2 Tage später war ich auf dem Weg nach Koh Tao – da sollte es schön sein, sagte man mir. Angekommen wusste ich nicht wo ich schlafen soll (mal wieder). Chris gab mir den Tip, dass Tauchagenturen einem für die Dauer des Open Water Tauchscheins die Unterkunft bezahlen, also rief ich seine alte Tauchschule an, leider alles voll. Die Informationsgeschäftsmitarbeiterin war zufällig ex-mitarbeiterin der Tauchschule New Way Diving, also rief sie da mal an. Auch ganz zufällig noch ein Platz frei, wenn ich eine nacht in einem low-budget-Bungalow übernachten würde. Klar, kein Thema, ab geht die Post!
Und so kam ich aus Schlafplatzmangel dazu, einen Tauchschein zu machen. Ich habe keine Minute bereuht.
Nach dem Open Water war mir langweilig. Max kündigte die Ankunft von Ohh, ihm und Igor in 4 Tagen an. Also machte ich einfach noch den Advanced Open Water Tauchschein.
So kam ich dazu, NOCH einen Tauchschein zu machen.
Anders als erwartet fuhr das Pack aus Bangkok nach Koh Phangan, also fuhr ich dort auch hin. Nach ein paar Tagen machten wir uns dann wieder nach Koh Tao, wo ich ja schon über eine Woche verbrachte. Aber wiegesagt, ich nehms wies kommt. Die Zeit war phantastisch, von traumhaften Sonnenuntergängen bis Feuershows am Strand und spontanen Strandclubparties war alles dabei. Erst bekam ich eine Infektion am Fuß, dann Igor, auch das war lustig. Im Anschluss gings dann nach einer was-weiß-ich-wieviel-stündigen Schifffahrt 10 Stunden im Auto nach Bangkok.
Diese Stadt… es ist fast unmöglich diese 3 Wochen dort zu beschreiben. Ich schreibe später mehr über die Stadt.
Ein paar funny facts über Thailand und Thais:
- Thais nennen nie ihren richtigen (dokumentierten) Namen, sondern immer einen Spitznamen. Es soll nicht gut sein, seinen richtigen Namen zu nennen. So kommt es zu Namen wie Ohh, Joy, Cat, etc. Auch ändern Thais des Öfteren mal ihren echten Namen, da sich die Sprache und somit die Bedeutung von Namen ändert
- Thais sind sehr abergläubisch. So hat JEDER Autofahrer Blumen, einen Buddha oder Ähnliches im Auto, um den Geist im Auto gutmütig zu stimmen. Wird ein Haus gebaut, so glauben die Thais, nehmen sie dem Geist, der dieses Land vorher bewohnte, den Platz weg. Deshalb sind sehr hübsch verzierte, kleine Häußschen vor jedem Haus zu sehen, in dem frisches Essen oder Getränke stehen, um den Geist zu besänftigen
- Es ist nicht gut, mit dem Kopf zur Tür zu schlafen, deshalb steht jedes Bett demtentsprechend
- Ausländer heißen “Farang” und werden nicht sonderlich gern gemocht, dafür halten Thais untereinander stark zusammen. Ein wunderschönes Beispiel war Koh Tao, als wir am Strand eine Art fliegende Laterne kaufen wollten. Ohh fragte die Frau nach dem Preis. Ihre Antwort:”Farang 200 Baht, Thai 100″.
- Igor und ich wurden von einem Kerl so richtig hammerhart verarscht. Er log uns das blaue vom Himmel und wollte im Endeffekt nur, dass wir an einem bestimmten Laden halten und was kaufen. Am Ende hatte ich dann 3 maßgeschneiderte Hemden geordet, im Vorraus bezahlt und wohl einen Wisch unterschrieben, wo stand, dass ich die Ware bereits erhalten habe. Zu Hause angekommen lasen wir in Igors Reiseführer, dass man beim Anzug- und Hemdenkauf NIEMALS im Vorraus bezahlen soll, UM GOTTES WILLEN nicht kurz vor der Abreise was bestellen soll und mehrere Läden vergleichen soll. Konnte ich dann alles abhaken. Die Hemden habe ich trotzdem bekommen.
- Die Servicedienstleistung in Bangkok (oder Thailand generell) ist fast utopisch, da die Arbeitskosten so gering sind. So stehen in Restaurants 6 Leute rum und warten, bis Arbeit anfällt, was dazu führt, dass ein Glas nachgefüllt wird, wenn es gerade mal halbleer ist und entsprechend Schnell das Menü und das Essen serviert wird. Lustige Ausmaße nimmt das dann in Clubs an. Hier gibt es auf der Toilette einen bediensteten, dessen Job es ist, einem ein warmes Handtuch nach dem Händewaschen zu reichen, einen anschließend einzurenken und zu massieren, damit der Abend weitergehen kann.
- Thai Frauen tanzen in der Regeln nicht, so geil die Musik in Clubs auch ist. Ich weiß bis heute nicht warum das so ist, man machts einfach nicht.
- Heuschrecken schmecken nach Bratfett.
- Auf jedem Geldschein ist der König aufgedruckt. Tritt man darauf demonstrativ rum, ist dies ein Vergehen gegen den König und wird mit Gefängnisstrafe abgestraft. Auch werden heruntergefallene Geldscheine sofort sorgsam vom Boden aufgehoben.
Das langt nun mal an Text. Hier die Bilder!
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Streetlife Singapur – Buddha…
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Hanuman, The Monkey God.
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Offensichtlich.
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War Memorial, Singapore.
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In Koh Samui.
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It’s all about Scooters in Koh Samui.
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Pinke Schönheit in Koh Samui.
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Alltägliches Bild am Strand von Koh Tao. Ein Hundeleben.
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Ein weiterer atemberaubender Moment in Koh Tao.
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Tauchausrüstung kurz vor dem Tauchgang.
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In Koh Phangan die beste Adresse um günstig zu Essen.
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Sonnenschirme am Strand von Koh Phangan.
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Max, Ohh, Igor und Ich.
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Jegliche Beschreibung überflüssig…
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Ein kleines Paradies direkt neben Koh Tao.
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Haus im Berg. Typisch für die Inseln.
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Portrait auf Koh Tao.
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Das höchste Open Air Restaurant der Welt.
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Bangkok vom Sirocco aus. Schön!
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